Approval-Manie der FINA (Fortsetzung)

(CvD) Dass man als Normalsterblicher die Beschlüsse der so genannten oberen Zehntausend nicht immer versteht – nun, das kommt dem geneigten Leser vielleicht bekannt vor. Doch wundern – das darf man sich schon – über das neueste Kabinettstückchen der FINA, welche sich in Sachen zugelassenen Schwimmequipments für FINA-Wettbewerbe am 29.01.2011 einmal wieder zu Wort meldete.

Wie unlängst berichtet – nun ist es also fix, Schwimmkappen und -brillen müssen ebenfalls vors hohe Zulassungsgericht nach Lausanne. Kostenpunkt je Modell rsp. Produktlinie stolze 750 EUR. Schaut man sich die FINA Requirements for Swimwear Approval (FRSA) daraufhin näher an, blättert man jedoch etwas ratlos vor und zurück. So akribisch und detailliert das Zulassungsverfahren und die dazugehörigen Tests für Schwimmanzug und -hose beschrieben und mit Grafiken sowie Fotos illustriert werden, vermisst man Ähnliches für eben jene Schwimmkappen und -brillen.

Beschrieben werden in dem 29 Seiten starken Dossier unter den Punkten 3.2 Caps und 3.3 Goggles einzig die jeweiligen Anforderungen an Design, Material und Konstruktion – und auch das vergleichsweise schwammig – jedoch nicht, wie die entsprechenden Tests aussehen. Hersteller und Produktentwickler werden ihre helle Freude daran haben.

Entweder man hält mit den notwendigen Informationen hinterm Berg, wobei man sich fragen darf warum? Oder haben wir es mit einer recht heißen Nadel gestrickten „Beta-Version“ zu tun? Merkwürdig auch, dass im Zusammenhang mit der zeitlichen Gültigkeit dieser Zulassungen für das Jahr 2011 einmal auf die allseits bekannte Anzugsliste – Update 27.12.2010 – verwiesen wird aber gleichfalls auch auf eine Liste der anscheinend bereits bisher geprüften und zugelassenen Schwimmkappen und -brillen. Diese Liste sucht man auf der Website der FINA bis heute allerdings vergeblich.

Geradezu putzig erscheint zudem die zu beiden Fällen notierte Bemerkung, dass man hinsichtlich der unübersehbaren Problematik, wo und wie man das FINA-Approved-Label auf bzw. an Kappe und Brille anbringt, sich mit den Herstellern über geeignete Verfahren und Möglichkeiten direkt in Verbindung setzen will.

Da erscheint doch noch einiges recht nebulös. Klar ist hingegen, der nächste Termin, um swimwear-Produkte bei der FINA einzureichen, ist der 01.07.2011.

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