Wenden – die alles entscheidende Kür?

Die Qualität einer Wende kann über Sieg und Niederlage entscheiden. Foto: © SeSc

(bas/CvD) Je länger die zu schwimmende Strecke ist, desto mehr Wenden fallen an, die einem im Wettkampf das Leben schwer machen oder aber auch erleichtern können. Je nachdem wie gut oder aber wie schlecht ihre Ausführung ist. Wir kenen sie alle, die Wendenkönige oder eben jene, die eine Menge Zeit an der Wende liegenlassen und gleich lieber auf der „Langen“ schwimmen, weil dort eine mangelhafte Wende weniger auffällt als auf der „Kurzen“.

Wie wichtig aber eine gute Wende ist, zeigt ein einfaches Rechenbeispiel:

Die Reduzierung der Wendenzeit bei einem 400 m Rennen auf der 25-m-Bahn um jeweils 0,2 Sekunden macht am Ende einen Zeitgewinn von 3 Sekunden aus. 3 Sekunden, die man auf der Schwimmstrecke erst einmal wieder aufholen muss. Das sollte doch Ansporn genug sein, sich einmal genauer mit seiner eigenen Wendentechnik und deren Feintuning zu befassen …

Wie im Wettkampf so im Training

Die einfachste Methode etwas für die Verbesserung seiner Wenden zu tun: Attackiere im Training jede, aber auch jede Wende als ob du im Wettkampf wärest. Das ist anstrengend! Erlaube dir trotzdem einfach keinen Schlendrian. Schon kleinste Fehler bzw. Nachlässigkeiten machen später den Unterschied zwischen Platz 1 und Platz 2 aus.

Hier nun einige Tipps

Achte beim Brustschwimmen immer auf einen vollständigen Unterwasserzug.

Versuche die Länge der Unterwasserphase bei Schmetterling, Freistil und Rücken bis auf die erlaubten 15 m auszureizen. Und das nicht nur einmal, sondern möglichst bei jeder Wende.

Schwimme in die Wand „hinein“ und verlangsame keinesfalls dein Tempo vor einer Wende.

Arbeite am perfekten Timing. Dazu zählt, den perfekten Abstand und den perfekten Zeitpunkt zu finden. Dazu gibt es leider kein Patent-Rezept. Zu viele Variablen wie beispielsweise Körpergröße oder Schwimmgeschwindigkeit beeinflussen den für sich individuell richtigen Abstand und Zeitpunkt einer Wende zu finden. Grundsätzlich lässt sich aber beobachten, dass einige Schwimmer zu eng an der Wand wenden, andere wiederum mit zu großem Abstand.

Nutze dein Schwimmtempo, den Schwung, nimm ihn mit in die Wand aber auch wieder mit heraus aus der Wand.

Stoße dich mit beiden Beinen schnell und kräftig von der Wand ab. Und das natürlich so stromliniengünstig wie nur irgend möglich. Kein „Kaffeekränzchen“ – weder im Training mit deinen Teamkameraden noch im Wettkampf mit dem Wenderichter 😉 .

Nimm bei allen Techniken während der gesamten Unterwasserphase eine möglichst widerstandsarme Körperposition ein.

Kontrolliere beim Kraulschwimmen deine Atmung: du solltest weder beim letzen Zug vor der Wende noch beim ersten Zug nach der Wende atmen müssen.

Nutze bei der Rollwende den Gegendruck mit deinen Händen, um die Rotation um deine Körperquerachse zu beschleunigen.

Arbeite daran, beim Schmetterling- wie auch beim Brustschwimmen stets mit einem vollen Armzug an die Wende zu kommen, um ohne Abbremsmanöver oder gar abgebrochenen, halben Zug, schnell in die Wende und auch schnell wieder aus ihr heraus kommen zu können.

Last but not least: Perfektioniere den Übergang aus der Wende in die zyklische Schwimmbewegung.

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