US-Profischwimmer über die Auswirkungen der Super-Hightech-Anzugs-Ära auf die wirtschaftlichen Verhältnisse im Profischwimmsport

(bas/CvD) Tony Austin lässt auf SCAQ BLOG einen Profischwimmer zu Wort kommen, der zum viel und häufig sehr kontrovers diskutierten Thema, ob die sogenannten Wunderanzüge Fluch oder Segen für den Schwimmsport bedeuteten, einen äußerst interessanten Aspekt beisteuert. Eine Seite der Medaille, die die meisten von uns wahrscheinlich noch nie berücksichtigt haben, weil man sie als „Otto-Normal“-Schwimmer so einfach nicht auf dem Zettel hat. Welche Schwierigkeiten die Zeit der Superanzüge und die Zeit danach für Profischwimmer bzw. für den Bereich des Sponsoring mit sich gebracht haben, darüber spricht kaum einer.

Frühere Sponsorverträge, die dem Schwimmer traditionell ein zwar kleines aber immerhin regelmäßiges Monatsauskommen sicherten, mutierten zu einem Prämiensystem oder zur Sachleistung. Finanzielle Zuwendung floss nun ausschließlich in Abhängigkeit zu den erschwommenen Erfolgen, oder man versorgte den Schwimmer mit den 500 $ teuren Rennanzügen. Die Art und Weise des Sponsoring änderte sich also. Nicht zuletzt dadurch, weil sich die Ausrüsterfirmen ziemlich sicher sein konnten, dass genügend Sportler zur Verfügung standen, die in ihren Produkten entsprechend werbewirksam vorne mitschwammen. Die Balgerei um einige wenige Top-Schwimmer war nicht mehr nötig, und das drückte für die Schwimmer die Preise.

Die Form des Sponsorings wandelte sich. Und auch heute, in der Post-Hightech-Ära, bleiben Firmen, jedenfalls in den USA, offensichtlich beim erfolgsorientierten Prämiensystem. Und zwar nicht, weil sie seit dem Verbot der Superanzüge weniger verdienen – die neuen Anzüge und Jammers sind letztendlich nicht wesentlich viel preiswerter – sondern weil der Markt es zugelassen hat. Leidtragende sind letztendlich die Sportler.

Wer den detaillierten zweiteiligen Bericht des verständlicherweise anonym bleibenden Profischwimmers im Original lesen möchte, bitte hier entlang:

Part One: A professional swimmer „schools us“ on tech suits, the economics therein, and the exploitation they all endure.

Part Two: A professional swimmer „schools us“ on tech suits, the economics therein, and the exploitation they all endure.

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