Welche Schwimmbrille für wen? Teil 1


(bas/CvD) Die Zeiten roter, brennender Augen, die ein längerer Aufenthalt in gechlortem Wasser mit sich bringt, sind Gott sei Dank Geschichte. Kaum ein Hersteller, der sich mit dem Schwimmsport beschäftigt, der nicht eine erkleckliche Zahl an Schwimmbrillen – den sogenanten Goggles bereithält. Große, kleine Brillen, dazu klare, bunte, dunkle oder verspiegelte Linsen rsp. Gläser, Dichtungen aus Gummi, Silikon, TPR oder ganz spartanisch  …  Da sollte doch für jeden etwas Passendes dabei sein. Aber wie finde ich die „richtige“ Brille? Worauf muss ich beim Kauf achten?

Für Puristen und Bastler

Die sogenannte Schwedenbrille erblickte vor fast 40 Jahren das Licht der Welt – damals noch unter dem Namen Monterbara Swimgoggles. Trotz vielfacher Konkurrenz auf dem Schwimmbrillenmarkt erfreut sich diese auf das Wesentliche reduzierte Brille insbesondere bei Wettkampf-Schwimmern ungebrochener Beliebtheit. Und das hat seinen Grund:

Zum einem unschlagbar preiswert, zählt sie zum anderen zu den Brillen, die sich am individuellsten einstellen lassen.

Mit Kauf einer Original-Schwedenbrille erhält man sozusagen einen kleinen Bausatz und bastelt sich seine höchst persönliche Schwimmbrille zusammen:
2 „Schalen“ – die Gläser – aus Hartplastik, 1 Kopfband aus Gummi, dazu noch 1  Stück „Bindfaden“ und 1 kleines Stück Schlauch aus denen man sich die „Nasenbrücke“ herstellt, über die die beiden Schalen miteinander verbunden werden. Dann nur noch das Kopfband durch die seitlichen vorgefertigten Ösen ziehen und fertig ist die Schwimmbrille.

Charakteristisch für die Schwedenbrille ist zudem, dass sie keine „gepolsterte“ Dichtung besitzt. Die Schalen sitzen nicht auf, sondern in der Augenhöhle. Was dem einen unbequem und zu wenig Komfort bietet, ist dem anderen genau die Gewähr, dass seine Brille
a) sitzt und bleibt wo sie ist und
b) vor allem dicht ist.

Ganz ehrlich, was nervt am meisten? Eine undichte Brille.

Swedish like

Neben der Original-Schwedenbrille von Malmsten AB bieten heute alle großen Schwimmsportartikelproduzenten Nachbauten oder sogar von Malmsten AB selbst für sie hergestellten „Schwedenbrillen“ an. Oft besitzen diese Luxus-Schwedenbrillen ein wenig mehr an Komfort wie

  • eine Dichtung aus mehr oder weniger hartem Silikon, dadurch sitzt die Brille nicht ganz so tief in der Augenhöhle, was für mehr Tragkomfort sorgt,
  • auswechselbaren, auch festen Nasenbrücken in verschiedenen Größen,
  • eine Anti-Fog (Anti-Beschlag)-Behandlung der Gläser und
  • ein haltbareres Kopfband aus Silikon.

Von hart zu super-soften und thermo-plastisch-reagierenden Materialien

Neben der Linsen- rsp. Gläserform ist viel mit verschiedenen Dichtungs- wie auch Rahmenmaterialien experimentiert worden. Kaum noch zu sehen sind Dichtungen aus Schaumstoffen und das ist auch gut so. Ein solches Dichtungsmaterial setzt sich mit der Zeit mit allerhand unerwünschtem „Beiwerk“ aus dem Schwimmbadwasser voll und kann bei empfindlicheren Naturen zu Ekzemen der Haut rund ums Auge führen. Außerdem zersetzt sich mit der Zeit das Schaumstoffmaterial, und dann ist die Brille nicht mehr zu gebrauchen.

Wesentlich besser sind die moderneren Dichtungen aus Hartgummi oder hypoallergenem Silikon. Verarbeitet werden für die Dichtungen, aber auch für die Brillenrahmen, unterschiedliche Härten oder auch Mischungen verschiedener Silikonarten. Der Clou ist zur Zeit die Verwendung von TPR- rsp. TPE-Kunststoffen. Diese weichen Kunststoffe reagieren plastisch auf Wärme, so auch auf die Körperwärme des Schwimmers. Eine Dichtung aus diesem Material verspricht daher allerhöchste Dichtigkeit, da sie sich individuell anpasst und dies bei sehr hohem Tragkomfort.

Teil 2

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