DM Masters „Lange Strecken“ 2013 in Wetzlar

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29. Internationale Deutsche Meisterschaften der Masters „Lange Strecken“ Wetzlar 19. bis 21. April 2013

Wetzlar (bas/CvD) Eigentlich versprach man sich vom veränderten Programm neue Impulse, denn 2012 zeigte sich die Führung der Masterssparte relativ enttäuscht ob der sinkenden Meldezahlen für die international ausgeschriebenen Deutschen der Masters „Lange Strecke“. So wurde das Programm einmal kräftig geschüttelt, die traditionelle 4 x 200 m Bruststaffel zugunsten der 4 x 100 m Lagenstaffeln (Damen, Herren, mixed) herausgenommen und man öffnete zudem die langen Freistilstrecken sowie die 400 m Lagen für die Jugend (außer der Wertung), damit diese eine weitere Möglichkeit erhielte, um für ihre Meisterschaften entsprechende Nachweiszeiten zu erbringen.

Sinkende Meldezahlen trotz Neuerungen?

So ganz scheint die Rechnung jedoch nicht aufgegangen zu sein. So stieg die Meldezahl für die 29. Auflage der „Langen“ Deutschen nicht, nein sie sank von 602 auf 552 Einzelmeldungen und von 1149 auf 951 Einzelstarts. Woran es gelegen haben mag? Einige mögen sich mit Neuheiten schwer tun, andere aus gesundheitlichen, familiären oder beruflichen Gründen diesmal fern geblieben sein.  Ob das Programm wirklich interessanter geworden ist und ob eine Öffnung für die Jugend das seine dazu tut? Persönlich möchte ich zumindest Letzteres bezweifeln, wobei die 4 x 100 Lagenstaffeln sicherlich für eine Menge Spaß sorgen.  Auch dem Austragungsort wird’s wohl nicht geschuldet sein, liegt Wetzlar, die Landkarte einmal von oben betrachtet, doch recht mittig in Deutschland. Meine ganz persönliche Idee zu sinkenden Meldezahlen bei langen Strecken:

Lange Strecken = Mehraufwand

Lange Strecken brauchen einen höheren Trainingsaufwand rsp. Trainingsumfang als kurze. 50 m oder 100 m … das geht quasi immer. Für beispielsweise 200 m Brust, 200 Schmetterling, 400 Lagen, 800 Freistil und aufwärts, ist ein ausreichendes Trainingspensum als Basis mehr als nötig, will man „vorne“ mitmischen bzw. nicht „baden“ gehen. Will heißen – es wird immer mehr Aspiranten für die „Kurzen“ als für die „Langen“ geben. Doch es gibt noch einen anderen Grund:

Fehlendes Wasser zur Wintersaison

Das Mastersschwimmen ist in vielen Vereinen leider immer noch eher das 5. Rad am Wagen. Die besonders über die Wintermonate hart umkämpften Wasserzeiten müssen auf viele Trainingsgruppen verteilt werden und der Mastersschwimmer fällt dabei häufig „hinten rüber“ oder bekommt Trainingszeiten erst „mitten in der Nacht“ zugeteilt.  Da wird es schwer mit einem adäquaten Training. Sicherlich trifft dies Szenario nicht für alle zu und manch eine(r) weicht im Winter dann auf die Zeiten des öffentlichen Badeverkehrs aus. (Auch nicht immer einfach ;-)). Ideale Vorbereitung sieht sicherlich anders aus. Die fortschreitende Schließung von Bädern allgemein, gibt natürlich das ihre noch dazu. Etwas Entspannung kehrt erst mit Öffnung der Freibäder ab Mai ein. Und dann sind die „Langen“ schon Vergangenheit.

Die Masterssparte des DSV wird mit Bestimmtheit analysieren und wir werden sehen, welche Schlüsse gezogen werden.

Hier aber nun das Protokoll der Wettbewerbe in Wetzlar vom 19. bis 21. April 2013 inklusive 3 Europarekorde und 22 Deutsche Rekorde (davon 11 Staffeln).


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