Wie man Wartezeit à la Alexander Studzinski überbrückt

Alexander Studzinski – The Gentleman Competitor(Montreal, Quebec/bas/CvD) Hatten wir uns vor ein paar Tagen noch gewundert, was „Studzi“ (Alexander Studzinski), als ausgewiesener Spezialist in Sachen Freiwasserschwimmen und das dann auch noch für die richtig langen Sachen, bei der WM der Masters in Montreal macht, dann ist mittlerweile alles klar 😉

Eine Meldung via FINIS von Open Water Swimming brachte Licht ins Dunkle. Die kraftraubenden Renn-Kilometer in den Seen im kanadischen Bundesstaat Quebec der vorausgehenden Woche waren für den Marathonmann im Wasser offensichtlich noch nicht genug. Nach dem 10 km FINA Weltcup Rennen im Lac St. Jean Traversée internationale du lac St-Jean (24.07.2014), der Sprintent- scheidung Parcours 2 km Pro Am  (31.07.2014) und den 34 km Traversée Internationale du lac Memphrémagog am Samstag (2.08.2014) war bis zum Rückflug nach Deutschland irgendwie noch Zeit totzuschlagen.

Und was macht man dann nach stundenlanger Autofahrt durch halb Quebec quasi kurz vorm Einchecken in den Flieger? Man schaut noch mal kurz bei den Weltmeisterschaften der Masters in Montreal vorbei, hüpft fluggs für 800 m Freistil ins Becken, um sich gleich den Titel in seiner AK zu schnappen. Jedenfalls wenn man Alex Studzinski heißt.

Ganz schön frech, oder? Und das mal eben 24 Stunden nach hart umkämpften 34 Kilometern im Lac Memphrémagog (kurz Lac Magog), wo Studzi um schlappe 2 Sekunden in 7:31,44 Stunden am Podest vorbeischwamm. Noch knapper verpasste er den Sieg im 2 km Sprintrennen im Lac Magog, hier fehlte eine Hunderstel um ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Da kamen die 16 Bahnen im Becken wohl gerade recht.

Freiwasserschwimmer sind ganz offensichtlich aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt.

Ach ja, nicht zu vergessen … beim 10 km Weltcup-Rennen gab’s einen 6. Platz.

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von FINISinc und Alexander Studzinski

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