10 Tipps gegen die Langeweile im Training

(CvD/bas) Ob Trainer oder Athlet, alle haben so ihre Vorlieben wenn’s ums Trainingsprogramm geht. Doch manchmal hängt einem selbst das Lieblings-Set zum Halse raus, spätestens dann ist Abwechslung gefragt im Trainingsallerlei. Hier ein paar einfache Tipps und Kniffe, wie man das Training wieder interessanter gestalten kann:

1. Distanzen ändern

Gerade auf der Kurzbahn einfach umzusetzen … anstatt der üblichen 50er-, 100er- oder 200er-Serien einfach mal auf ungerade 75er-, 125er- oder 175er-Serien wechseln.

2. Soweit du kannst

Innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne „schrubbt“ jeder so viele Meter wie’s geht.
Beispiel: Bei einer Abgangszeit von 3:30 min wird der eine Schwimmer 250 m, ein anderer 225 m und noch ein anderer 200 m geschwommen haben. Man kann das ganze auch progressiv schwimmen lassen. Das bedeutet, das Zeitintervall wird je Durchgang um 5 Sekunden verkürzt, sodass nach etwa jedem 4. Durchgang um die 25 m weniger geschwommen werden. Bleiben wir bei dem Bespiel mit 3:30. Startet man ein solches Set mit den 3:30 und geht runter bis auf 2:15 bekommt man ordentlich viele Meter zusammen.

3. Zwei-Plus

Beginne und beende jeden 50er mit einer zusätzlichen Wende, sodass du insgesamt auf drei Wenden je 50er kommst. Achtung, das funktioniert so nur auf der Kurzbahn. Gestartet wird aus dem Wasser hinter den Rückenfähnchen auf die Wand zu = erste Wende, dann die zweite Wende nach 25 m und beendet wird das Ganze nach der dritten Wende wieder hinter den Rückenfähnchen. Tipp: Rückenfähnchen sind immer 5 m vor der Wand aufgestellt.

4. Quer statt längs

Wie wär’s einfach mal quer anstatt längs zu schwimmen … vorausgesetzt das ganze Bad steht zur Verfügung. Die Leinen stören? Weit gefehlt, da wird drunterher geschwommen.

5. Rechtsherum

Nicht gegen den Uhrzeigersinn schwimmen, also wie üblich, sondern im Uhrzeigersinn. Das kann für so manche Überraschung sorgen 😉

6. Lagen-Cocktail

Lagen rückwärts, das kennt wohl jeder, aber es geht noch besser … Ändere innerhalb 100 m Lagen permanent die Reihenfolge der zu schwimmenden vier Techniken. Das funktioniert 18 Mal, ohne sich zu wiederholen 😉 Am besten vorher zu Papier bringen.

7. Inversion

Alle bäuchlings geschwommenen Techniken werden auf dem Rücken geschwommen. Das geht? Aber ja! Schmetterling auf dem Rücken: Doppelarmzug rückwärts mit Delphinkick. Auch Brustschwimmen funktioniert auf dem Rücken: die Armbewegung dicht an der Wasseroberfläche ausführen, und Brustbeine in Rückenlage sollte zumindest jeder Brustspezialist kennen. Knie dabei bitte unter Wasser halten. Freistil auf dem Rücken: Okay, das wäre normales Rückenschwimmen, ändern wir das soweit, dass je Armzug ein Brustbeinschlag gemacht werden muss.

8. Fartlek

Lange Beinarbeit-Sessions können recht öde werden. Abhilfe verspricht Tempowechsel. Trainierst du mit Trainer, heißt es auf Pfiff an Tempo zuzulegen bis der nächste Pfiff dich erlöst und du wieder locker schwimmen darfst. Ähnliche Tempowechsel kannst du auch alleine trainieren: Hier hilft ein TempoTrainer oder du orientierst dich an den Leinen … Der rote Bereich verlangt nach Temposteigerung, im weißen Bereich kannst du es lockerer angehen lassen.

9. Kleiderschwimmen

Die Älteren unter uns kennen es bestimmt, in den Zeiten vor Swim Parachute, Drag Suit und Widerstandshosen und ähnlichem technischen Equipment war’s Papas ausrangiertes T-Shirt, das aus einem harmlosen Set von 10 x 50 alle 0:40“ ein ordentliches Widerstands-Trainings-Set machen konnte. Noch heftiger, wenn die Kollegen von der DLRG ihre Jacken von der Rettungsschimmausbildung ausleihen ;-))

10. Ohne alles

Bein- wie auch Armarbeit einmal ohne die heißgeliebten Hilfsmittel, also ohne Brett bzw. ohne Pull-Buoy. Da heißt’s Körperspannung aufbauen. Bei der Beinarbeit liegen die Hände bei gestreckten Armen aufeinander, um ein unterstützendes Paddeln zu verhindern. Bei der Armarbeit werden die Beine überkreuzt, damit sie auch wirklich „ausgeschaltet“ sind.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Bildnachweis
© Design 2017 BOOKS&MORE, Monika Zilliken unter Verwendung von Fotomaterial von © BilderKiste, Monika Zilliken

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