Archiv der Kategorie: Methoden & Grundsätze

Trainingsmethodik, Grundsätze

Den Weg des Gewohnten ändern

Abwechslung pur – Training im Ozeanbecken

Abseits des Gewohnten und Motivationsschub pur – Training im „Ozean“-Schwimmbecken

(CvD/bas) Ja, ich geb’s zu, ich bin ein glühender Verfechter abwechslungsreicher Trainingsprogramme. Nichts kann öder sein, als stets die gleichen Trainings-Sets abzuspulen. Wenn man schon heute weiß, was nächsten Dienstag auf dem Programm steht. Okay, manchmal ist’s halt bequem, schnell auf ein bestehendes Programm zurückzugreifen, aber schon kleine Veränderungen geben neuen Glanz und peppen auf.

Schwimmtraining heißt nämlich nicht nur zu überlegen, wie viel Meter oder Prozent vom Gesamtumfang „Brust“ ich als Brustschwimmer im Training schwimmen sollte, oder ob ich mit der richtigen (?) Pulsfrequenz unterwegs bin, um auch in der Tat im gewünschten aeroben Bereich zu trainieren. Leistung bzw. Leistungsverbesserung ist nicht unbedingt nur das ausschließliche Resultat der geschwommenen Meter, es ist das Ergebnis eines Konglomerats aus unterschiedlichen Reizen und Bewegungserfahrungen – und, dass man nicht den Spaß daran verliert.

Vor kurzem stieß ich auf einen interessanten Artikel des australischen Schwimmtrainers Wayne Goldsmith, in dem er sich mit dem Phänomen des weltweit zu beobachtenden Schwund an Sportschwimmern in den Vereinen beschäftigt. Und …, was man dagegen tun kann. Sicherlich nicht, sich zurücklehnen und auf das nächste Wunderprogramm warten und darauf hoffen, dass irgendein nationaler oder internationaler Schwimmverband mit der Allheillösung anrückt. Die Lösung liegt nach Goldsmith in der Initiative durch regionale Vereine und innovativen, über den Tellerrand schauenden Trainern, Schwimmern und Vereinen. „Swimming Downhill: Changing the Direction of the Current“ – ein Artikel, bei dem ich nicht umhin kann, als ihn einfach nur zu unterschreiben 😉

Goldsmith verweist auf viele Punkte, die es zu ändern gilt, um den Schwimmsport am Leben zu erhalten und hat einige Ansätze parat, die zeigen, wie man ihn speziell für Kinder und Jugendliche interessant gestalten kann. Ein kleines Puzzleteilchen ist dabei eben auch „Change your programm“ womit wir wieder bei meinem Anfangsgedanken sind. Und das hier sind Goldsmith’s Tipps, die nicht nur für Trainer, sondern größtenteils auch für Allein-Trainierende einfach umzusetzen sind:

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10 Tipps gegen die Langeweile im Training

(CvD/bas) Ob Trainer oder Athlet, alle haben so ihre Vorlieben wenn’s ums Trainingsprogramm geht. Doch manchmal hängt einem selbst das Lieblings-Set zum Halse raus, spätestens dann ist Abwechslung gefragt im Trainingsallerlei. Hier ein paar einfache Tipps und Kniffe, wie man das Training wieder interessanter gestalten kann:

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Keeping it Simple

(bas/CvD) Don Swartz und Ken DeMont (Marin County, California, United States, Trainer der North Bay Aquatics) berichten auf ihrem Blog swimcoachdirect vom jährlichen Treffen der Amerikanischen Schwimmtrainervereinigung und stellten fest, dass es offensichtlich mehr als nur einen Weg zum Erfolg gibt. Allein neun Trainer wurden zur Wahl des Trainers 2012 nominiert. Alle neun hatten Schützlinge bei den Olympischen Spielen in London am Start, wobei keiner dieser Athleten trainierte wie der andere.

Trotzdem fanden Don Swartz und Ken DeMont eine wichtige Gemeinsamkeit: Alle Trainer folgten dem Prinzip „keep it simple“, was so viel bedeutet wie, suche nicht nach komplizierten Lösungen – es gilt das Prinzip der Einfachheit. Denn alles, was es wirklich für den Erfolg braucht, sind:

Exzellente Technik. Derjenige, der seine Technik am längsten selbst bei hohem Tempo bzw. höchster Belastung beibehalten kann, der gewinnt.

Exzellente Physis. Sie wird gebraucht, um die Technik auf dem erforderlichen hohen Niveau halten zu können. Um dahin zu kommen, gibt es die unterschiedlichsten Wege.

Selbstvertrauen und Zuversicht.

Leistungswille.

Ende der Story … wir sehen uns im Wasser. 😉