Archiv der Kategorie: Sonstiges

Was macht ein Becken schnell?

Design 2017 BOOKS&MORE, Monika Zilliken unter Verwendung von Fotomaterial von © way funky company, Collingwood Victoria, Australia

(CvD/bas) Wenn Schwimmer fachsimpeln und über „schnelle“ bzw. „langsame“ Becken philosophieren, dann mag das bei so manchem „Nicht“-Schwimmsportler auf Unverständnis stoßen: „Was reden die denn für einen Blödsinn? Becken ist Becken, entweder ist’s 25 m oder 50 m lang, Wasser ist auch drin, also was soll das?“

Weit gefehlt, so einfach ist es nämlich nicht. So wie Leichtathleten dem ein oder anderen Stadion eine schnelle Bahn attestieren, so gilt dies auch für Schwimmbecken. Doch was macht sie aus, die schnellen Becken, in dem Rekorde leichter purzeln als in sogenannten langsamen Becken? Becken, in die man reinspringt und sofort merkt, das da irgendetwas anders ist.

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Bundesweiter Masterplan für Deutschlands Bäder

(CvD/bas) Es ist fünf vor zwölf bzw. eigentlich ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Mehr als 50 Prozent aller öffentlichen Schwimmbäder in Deutschland sind sanierungsbedürftig. Seit Jahren ist dies bekannt – getan wurde bisher nichts – bzw. nicht viel. Und wenn, läuft’s nur allzu oft in die verkehrte Richtung. Öffentliche Bäder werden reihenweise geschlossen oder es wird so lange gewartet bis auch eine Sanierung nicht mehr möglich ist. Schulen und Vereine stehen in der Folge ohne die nötigen „Wasserflächen“ da, das Schul- und Vereinsschwimmen fällt aus. Das Ergebnis: Bereits jedes zweite Kind im Grundschulalter kann nicht richtig schwimmen.

„Es kann nicht sein, dass reiche Städte in Spaß- und Wellness-Bäder investieren und arme Städte dringend notwendige Funktionsbäder schließen. Es muss sichergestellt werden, dass nicht nur die Mittel bereitgestellt werden, um die Bäder zu bauen oder zu sanieren; es muss die Finanzierung über den gesamten Lebenszyklus gesichert werden. Bäder, die für die Daseinsvorsorge gebaut werden, müssen auch über ihre gesamte Lebensdauer bei den Betriebskosten bezuschusst werden und bezuschusst werden können, sonst können sie ihre Aufgaben nicht erfüllen“, sagte der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Fritz  Schramma, Sprecher der „Bäderallianz Deutschland“

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Ausflug in die Welt der Mode – Wechselwirkung von Mode und Sportbekleidung

(CvD/bas) Bis zum 20. August 2017 kann man in Hamburg im dortigen Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) eine interessante Ausstellung besuchen – sports / no sports. Sie beschäftigt sich mit „der Wechselwirkung von Mode und Sportbekleidung und richtet den Blick auf gesellschaftliche, formale und ästhetische Zusammenhänge“. Die gezeigten Exponate umfassen den Zeitraum von 1780 bis heute.

Was hat das bitteschön im entferntesten Sinne mit dem Schwimmsport zu tun? Nun, unsere Badebekleidung ist eben auch ein Kind der Mode und wird somit gleichfalls von den unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Gesellschaft, den wechselnden Körperidealen und nicht zuletzt von der Textiltechnologie beeinflusst. Das, was wir heute als selbstverständlich im Falle von Schwimmmode und Badebekleidung ansehen, ist das Ergebnis eines langen Prozesses und des ständigen Wandels der Formen und Normen in Sachen Bekleidung – ausgelöst durch den Sport. Für die Frauen waren die Veränderungen im Übrigen weitaus radikaler als für die Männer.
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