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Ausflug in die Welt der Mode – Wechselwirkung von Mode und Sportbekleidung

(CvD/bas) Bis zum 20. August 2017 kann man in Hamburg im dortigen Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) eine interessante Ausstellung besuchen – sports / no sports. Sie beschäftigt sich mit „der Wechselwirkung von Mode und Sportbekleidung und richtet den Blick auf gesellschaftliche, formale und ästhetische Zusammenhänge“. Die gezeigten Exponate umfassen den Zeitraum von 1780 bis heute.

Was hat das bitteschön im entferntesten Sinne mit dem Schwimmsport zu tun? Nun, unsere Badebekleidung ist eben auch ein Kind der Mode und wird somit gleichfalls von den unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Gesellschaft, den wechselnden Körperidealen und nicht zuletzt von der Textiltechnologie beeinflusst. Das, was wir heute als selbstverständlich im Falle von Schwimmmode und Badebekleidung ansehen, ist das Ergebnis eines langen Prozesses und des ständigen Wandels der Formen und Normen in Sachen Bekleidung – ausgelöst durch den Sport. Für die Frauen waren die Veränderungen im Übrigen weitaus radikaler als für die Männer.
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Kurioses und Spannendes aus der Geschichte des Schwimmsports

Ausschnitt aus der etwa 8000 Jahre alten Felsmalerei von Gilf Kebir mit einem der Schwimmer. © Roland Unger

(bas/CvD) Die Geschichte des Schwimmens ist wahrscheinlich so alt wie die Geschichte der Menschheit selbst. Spätestens jene unter unseren Vorfahren, die in direkter Nachbarschaft von Flüßen, Seen oder dem Meer aufwuchsen, wagten erste vorsichtige Schritte ins Element Wasser. Schwimmen war für sie mit Sicherheit nicht nur Spaß und Freude an der Bewegung, sondern auch überlebensnotwendig.

Hier ein paar, zugegeben recht subjektiv, ausgewählte „Meilensteine der Schwimm-Geschichte“, die auf keinen Fall vollständig sind und die sicherlich nicht unbedingt dazu beitragen, dass du schneller schwimmst, aber dir hoffentlich dennoch etwas Spaß beim Lesen bereiten:

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Ohne Goggles geht der Schwimmer nie ins Nass …

(bas/CvD) Für alle, die sich ein wenig für die Geschichte des Schwimmsports interessieren sei die Website International Swimming Hall of Fame (ISHOF) empfohlen. Ob es um Allgemeines oder um die Heroen des Schwimmsports geht – bei der gemeinnützig arbeitenden Bildungsorganisation wird man fündig. So auch zum Thema Schwimmbrillen. Der folgende Artikel basiert denn auch auf dem englischsprachigen Original – von uns ins Deutsche übertragen und überarbeitet:

Die Einführung der Schwimmbrille …

… in den späten 1960er Jahren in das Wettkampfschwimmen wird allgemein als eine der größten technologischen Umwälzungen und Fortschritte im Schwimmsport angesehen. Zuvor war die Zeit, die ein Schwimmer im Wasser verbrachte bzw. die Länge der Schwimmstrecken, die er trainieren konnte, in erster Linie durch die Auswirkungen von Chlor oder Salzwasser auf seine Augen limitiert.

Heute kann man sich den Schwimmsport kaum noch ohne die obligatorischen Goggles vorstellen. Doch all jene, deren Schwimmerkarriere vor 1970 begann, erinnern sich nur allzu gut an das schreckliche Brennen, die vernebelte Sicht und die gereizten Augen, die einfach zum Schwimmsport dazu gehörten. Augenauswaschen half da herzlich wenig – rote, brennende Augen nach dem Training waren die Regel und bunte Regenbogenfarben tanzten um alle Lichtquellen. Es war mehr als unangenehm, aber irgendwie akzeptierte man es als den Preis, den man für seinen Sport zu zahlen hatte.

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